Letzte Tage Lodz
„Letzte Tage Lodz“ von Juheon Han mit Texten von Markus Gille - in der sogenannten "Theatertonne", Eingang BiB
Der Autor präsentiert den Liederzyklus gemeinsam mit
Alexander Donesch, Gesang,
Marianna Ntinou, Erzählerin,
Kerstin Guzy, Violine und
Joaquim Font, Klavier.
Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee befreit. Wie kaum ein anderes Lager ist Auschwitz bis heute ein Synonym für die Gräueltaten der Nationalsozialisten an Juden, Sinti und Roma sowie anderen Verfolgten. Seit 1998 wurde auf Initiative des Bundespräsidenten Roman Herzog dieses Datum zum offizieller Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialisten. 2005 folgten die Vereinten Nationen, und erklärten den 27. Januar zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust.
Aus diesem Anlass erinnern Ensemblemitglieder des Mittelsächsischen Theaters am 27. Januar 2026 ab 19.30 Uhr in der Freiberger Tonne mit dem Liederzyklus „Letzte Tage Lodz“ von Juheon Han auf Texte von Markus Gille aus dem Jahr 2018 an das Schicksal und die Leiden verfolgter Mitbürgerinnen und Mitbürger während der gesamten NS-Zeit. Außer dem Textautor wirken Alexander Donesch, Marianna Ntinou, Kerstin Guzy und Joaquim Font an dieser Aufführung mit, die die Geschichte des Architekten Ignacy Gutmann erzählt, der sich mit seiner 12-jährigen Tochter im Januar 1945 als letzter Bewohner des Ghettos Lodz in Todesgefahr versteckt hielt. In einer 2025 entstandenen neuen Fassung hat Markus Gille den Liederzyklus mit Texten für eine Erzählerin verbunden, die die Geschichte der Familie Gutmann und deren Überleben im Ghetto beschreibt. Im Anschluss an die Aufführung des Liederzyklus spricht Markus Gille im Foyer der BiB (Bühne in der Borngasse) von seiner langen Freundschaft mit Monika Gutmann und ihren Erlebnissen in dieser Zeit.
Der Eintritt ist frei, aufgrund der begrenzten Platzkapazität ist aber ein Kartenerwerb bzw. eine Reservierung an unseren Theaterkassen erforderlich.