Theater trauert um Manfred Decker

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Mit großer Trauer hat das Mittelsächsische Theater die Nachricht vom Tod unseres Ehrenmitglieds Manfred Decker aufgenommen.

Manfred Decker war ein überzeugter Theatermensch, der stets das Ganze im Blick hatte und sich mit Herzblut für die Zukunft des Hauses einsetzte. Das Multitalent war Dekorationsbauer, Bühnen- und Beleuchtungsmeister, Ausstattungsleiter, später Stellvertretender Technischer Direktor des Mittelsächsischen Theaters und Leiter des Hauses in Döbeln. 16 Jahre war er an unserem Theater aktiv und ist dessen Ehrenmitglied. Sein Wirken reichte dabei weit über die technischen Aufgaben hinaus. Dabei verdankte er sein Engagement am Haus Döbeln einem Zufall, wie er selber einmal feststellte: „Ich lief am Theater vorbei und sie suchten Mitarbeiter. Ich hatte Glück und wurde angestellt“, so sagte Manfred Decker in einem Interview über seinen Weg, der ihn ans Döbelner Theater geführt hat. Schnell begann er, sich für alle Bereiche des Theaters zu interessieren und hat sich diesbezüglich ständig weitergebildet – so etwa auch in Berlin an der Komischen Oper bei Walter Felsenstein.

Zu einem besonderen Herzensanliegen wurde ihm die Förderung des Theaternachwuchses. Seinem unermüdlichen Einsatz ist es wesentlich zu verdanken, dass sich in Döbeln ein Jugendtheater etablieren konnte. Der große Erfolg des Musicals „Elisabeth“ steht beispielhaft für seine Überzeugung, jungen Menschen auf und hinter der Bühne Raum zur Entfaltung zu geben.

Auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand blieb Manfred Decker dem Theater eng verbunden, das sein gesamtes Berufsleben geprägt hatte. Er kannte sich in allen Winkeln, Ecken und der gesamten Technik des mehrfach umgestalteten Hauses so gut aus wie kein anderer. Mit großem ehrenamtlichem Engagement brachte er seine Erfahrung und seine Ideen weiterhin ein. Seine Verbundenheit mit dem Theater war Ausdruck seiner außergewöhnlichen Zuneigung zu diesem Haus.

Jetzt ist Manfred Decker am 23. Juni 2026 im Alter von 82 Jahren erstorben. Mit ihm hat das Theater einen Menschen verloren, der die Entwicklung des Döbelner Hauses über viele Jahre hinweg mit außergewöhnlichem Engagement, hoher Fachkompetenz und großer Leidenschaft geprägt hat.

Die Theaterleitung und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Mittelsächsischen Theaters trauern um einen geschätzten Kollegen, einen verlässlichen Weggefährten und einen Menschen, der das Döbelner Theater über Jahrzehnte hinweg entscheidend mitgestaltet hat.

Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt Ihnen, seiner Familie und allen Angehörigen.