Gedenken der Opfer von Halle

Gedenken der Opfer von Halle

    Sehr geehrtes Publikum,

    der Anschlag auf die Synagoge in Halle und die tödlichen Schüsse auf Passanten bewegen und bestürzen uns sehr. In vielen Städten versammeln sich Bürger, um ihre Trauer, aber auch ihre Ablehnung und Empörung gegenüber diesem erschütternden antisemitischen, rechtsextremen Verbrechen – und gegenüber jeglichem Hass-Verbrechen zum Ausdruck zu bringen.

    Wir erleben in Halle eine grausame Eskalation des Hasses in Verbindung mit rechtsextremer und rechtsterroristischer Gewalt. Sowohl aus der Kenntnis unserer deutschen Geschichte und Vergangenheit als auch aus unserer Gegenwart heraus, in der wir solche Gewalt- und Radikalisierungsprozesse wahrnehmen müssen, wird es mehr denn je zwingend notwendig, auch den geistigen Brandstiftern dieser Verbrechen unmissverständlich und breit entgegenzutreten, sie nicht zu verharmlosen bzw. die Strategien der Verharmlosung aufzudecken und zurückzuweisen, um unser Zusammenleben in einer toleranten, friedlichen, kritischen Gesellschaft und Demokratie zu verteidigen.

    In Halle schrieben die Bürger der Stadt:
    »Wir lassen uns von keiner auf Hass beruhenden Ideologie die Stadt zerstören!«

    Dem schließen wir uns an. Und wir werden weiterhin alles uns Mögliche tun, damit diese Ideologien nicht weiter Fuß fassen können.
    Unser Mitgefühl gilt den Opfern dieses grausamen Verbrechens.

    Die künstlerische Leitung des Mittelsächsischen Theaters