3. Sinfoniekonzert 21/22

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  • Michail Glinka, Ouvertüre zur Oper "Ruslan und Ludmila"
    Ferruccio Busoni, Gesang vom Reigen der Geister op. 47
    Joseph Haydn, Cellokonzert Nr. 1 C-Dur Hob. VIIb:1
    Dmitri Schostakowitsch, Sinfonie Nr. 1 f-Moll op. 10

    Michail Glinkas erste musikalische Eindrücke beschränkten sich auf den Vogelgesang im Garten seiner Familie, die Lieder seines Kindermädchens, durchdringend lautes Glockengeläut sowie russische Volksmusik eines Blasorchesters. Mit seiner hieraus geformten ganz persönlichen, sehr russisch geprägten Musiksprache erlangte Glinka stilprägenden Einfluss. Die mitreißende Ouvertüre zu seiner 1842 entstandenen Oper Ruslan und Ludmila wurde zu einem der populärsten Stücke Glinkas, wenn nicht der russischen Musik überhaupt.
    Ganz andere Töne schlägt Ferruccio Busoni an, dessen Suche nach einer neuen, authentischen Musik auch zu intensiver Beschäftigung mit den Melodien indigener Kulturen in Nordamerika führte. Im Gesang vom Reigen der Geister op. 47 verarbeitete der italienische Komponist im Jahr 1915 ein spirituelles Tanzlied der Pawnee zu einem ergreifenden Orchesterstück.
    Joseph Haydn stand am Hof des Fürsten Esterházy eine herausragende Kapelle zur Verfügung. Seine Konzerte komponierte er im täglichen Austausch mit den Orchestermusikern. So entstand mit dem Cellokonzert Nr. 1 C-Dur eines der anspruchsvollsten Cellokonzerte überhaupt. Die Solocellistin der Mittelsächsischen Philharmonie, Hanna Pyrozhkova, präsentiert dieses Werk, das sich vom anfänglich noch etwas steifen, höfischen Rahmen des Spätbarock zum Ende hin steigert zu modernem, leidenschaftlichem Virtuosentum mit höchstem Anspruch an Präzision und Fingerfertigkeit.
    Neunzehnjährig vollendete Dmitri Schostakowitsch seine Sinfonie Nr. 1 f-Moll op. 10, ein extrem inspiriertes Werk, bedenkt man das Alter des Komponisten. Bereits in dieser Abschlussarbeit am Konservatorium steckt jede Menge Schostakowitsch, viel von dem, was seine Musik bald so unverwechselbar macht. Einflüsse von Prokofjew und Strawinsky fanden in diese erste Sinfonie ebenso Eingang, wie sein konsequentes Studium der großen Meister der Vergangenheit. Ganz selbstverständlich bedient sich Schostakowitsch der klassischen Formschemata und bricht sie mit frech-karikierendem Tonfall gleichsam von innen heraus auf.

Spielort: Nikolaikirche Freiberg, Volkshaus Döbeln
Dauer: 2 Stunden
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3. Sinfoniekonzert 21/22

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