Ralf-Peter Schulze

Intendant

Ralf-Peter Schulze

Ralf-Peter Schulze wurde in Weimar geboren und verbrachte seine Schulzeit in Dresden und Berlin. Er studierte an der Staatlichen Schauspielschule Berlin und trat sein erstes Engagement am Nationaltheater Weimar als Schauspieler an, spielte dort eine Unzahl von Rollen, darunter u.a. den Kontrabassisten aus Patrick Süskinds Der Kontrabass in 200 Vorstellungen.

Ralf-Peter Schulze inszenierte in dieser Zeit am Deutschen Nationaltheater Weimar, am Landestheater Eisenach, am Theater Altenburg-Gera, am Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen, am Staatstheater Cottbus, dem Stadttheater Gießen, dem Kammertheater Neubrandenburg und dem Vogtlandtheater Plauen. Darunter waren Inszenierungen wie Bezahlt wird nicht von Dario Fo, Ab Jetzt von Alan Ayckbourn, Die Vermummten von Ilan Hatsor, Gespenster von Henrik Ibsen, Drei Schwestern von Anton Tschechow und Die Letzten von Maxim Gorki.

Auf internationaler Ebene arbeitete er mit dem „Theater 77“ in Łódź (PL) zusammen, ebenso mit dem Theater „Divadlo Husa na provázku“ (CZ), sowie dem Theater „Den blå hest“ aus Dänemark. Das Projekt „Journey to Delphi“ inszenierte er 1997/98 mit dem Verein „Arte Okzident e.V.“ zur Förderung grenzenloser Kunst.

Am Landestheater Neustrelitz war Schulze ab 1998 als Schauspieldirektor und ab 1999 als Intendant und Geschäftsführer tätig. Ab 2000 übernahm Schulze zudem die Intendanz des Kammertheaters Neubrandenburg, das 2000/01 mit der Neubrandenburger Philharmonie und dem Landestheater Neustrelitz zur Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz (TOG) fusionierte, deren Intendant und Geschäftsführer Schulze von 2000 bis 2010 war. In dieser Funktion realisierte er unter anderem die Operettenfestspiele im Schlossgarten, über 70 Inszenierungen und arbeitete als Regisseur im Schauspiel und Musiktheater. Dort inszenierte er Werke wie Schillers Don Carlos, Richard Wagners Tannhäuser, Dvoraks Rusalka, die Deutsche Erstaufführung von Antoine Mariottes Salome, Tschaikowskis Eugen Onegin oder Shakespeares König Lear und Büchners Dantons Tod.

Für sein Wirken und seine Verdienste um die Region wurde Ralf-Peter Schulze die Ehrenmitgliedschaft der TOG Neubrandenburg/Neustrelitz zuteil, ebenso wie die Ehrenmedaille der Stadt Neustrelitz. Der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft – Landesverband Mecklenburg-Vorpommern – übergab ihm das Siegel des Ehrbaren Kaufmanns.

Seit 1. Januar 2011 ist Ralf-Peter Schulze Intendant der Mittelsächsischen Theater und Philharmonie gGmbH. Von 2012 – 2019 war er Mitglied im Kulturbeirat des Kulturraums Erzgebirge Mittelsachsen.

Am Mittelsächsischen Theater inszenierte er im Schauspiel unter anderem Goldonis Diener zweier Herren, Schillers Der Parasit, Brechts Der gute Mensch von Sezuan, Peter Hacks‘ Der Frieden und Monika Hirschles Eine schöne Bescherung. Als Künstlerischer Leiter des Musiktheaters inszenierte Schulze Tschaikowskis Pique Dame, Humperdincks Hänsel und Gretel, Bellinis Romeo und Julia, Händels Cäsar und Kleopatra und Der Konsul von Menotti.

 

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