Wir feiern mit Ihnen: Festjahr #2021JLID

Slideshow Bilder

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Das Jahr 2021 steht ganz unter dem Zeichen der bundesweiten Initiative #2021JLID. Gefeiert werden 1700 Jahres jüdisches Leben in Deutschland und mit "Schalom 2021" 800 Jahre jüdisches Leben in Freiberg.

Als Mittelsächsisches Theater feiern wir selbstverständlich mit Ihnen und präsentieren verschiedene Schätze von jüdischen Künstlerinnen und Künstlern:

Ab 18. September zeigen wir das Musical "Heute Abend: Lola Blau" von Georg Kreisler. Das Stück mit unterhaltsamen, melancholischen und kabarettistischen Liedern zeichnet den Lebensweg der jüdischen Schauspielerin und Chansonette Lola Blau von 1938 bis in die Nachkriegszeit nach. Begleitend ist im Theater Döbeln vom 25. September bis 9. Oktober die Ausstellung „Zum Beispiel die Glasbergs …“ zu sehen.

Die Gruppe "Harts un Neschome" präsentiert am 7. Oktober im Theater Freiberg jüdische Musik von Jiddisch bis Klezmer.

Am 27., 28. und 29. Oktober erklingen beim 2. Sinfoniekonzert der Mittelsächsischen Philharmonie mit dem Titel "קמוצ‘ה– Kamocha – Er ist wie du" in der Nikolaikirche Freiberg und im Volkshaus Döbeln Werke jüdischer Komponistinnen und Komponisten wie Felix Mendelssohn Bartholdy, seiner Schwester Fanny Hensel, Gustav Mahler und Aaron Copland.

2021 leben Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschland. Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dem Namen "#2021JLID - 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" werden bundesweit mehr als 1500 Veranstaltungen ausgerichtet. Die Datierung bezieht sich auf einen Erlass von Kaiser Konstantin vom 11. Dezember 321, in dem festgelegt wird, dass Juden Ämter in der Kurie der Stadtverwaltung Kölns bekleiden dürfen. Aus diesem Anlass hat die Stadt Freiberg hat ihre regelmäßig stattfinden Schalom-Tage  zum "Schalom-Jahr 2021" ausgeweitet.

Heute Abend: Lola Blau

Der Musiker, Autor und Kabarettist Georg Kreisler, Sohn einer gutbürgerlichen Wiener Familie, floh als Jude 1938 in die USA und kehrte nach dem Zweiten Weltkrieg nach Europa zurück.

In seinem „Ein-Frau-Musical“ „Heute Abend: Lola Blau“ bringt er in einer abwechslungsreichen Abfolge von Liedern und Chansons den Lebensweg einer jüdischen Künstlerin auf die Bühne: Voll freudiger Erwartung will die junge, naive Schauspielerin ihr erstes Engagement in Linz antreten. Nach dem „Anschluss“ Österreichs kann sie über die Schweiz, wo ein verabredetes Treffen mit ihrem Verlobten Leo nicht mehr zustande kommt, in die USA fliehen. Dort wird sie zum Showstar, aber nicht glücklich. Ein Anruf Leos, der, ohne dass sie es wusste, in einem Konzentrationslager interniert war, bewirkt ihre sofortige Rückkehr nach Wien. Und sie stellt fest, dass die Menschen hier sich nicht geändert haben.

Susanne Engelhardt singt und spielt in der Inszenierung von Michaela Dicu; musikalische Leitung und am Klavier: Niki Liogka

Harts un Neschome

In ihrer Bandbreite zwischen Melancholie und Fröhlichkeit entfaltet Klezmer-Musik eine einzigartige Wirkung, die sich augenblicklich auf das Publikum überträgt. Die Musikerinnen und Musiker der Gruppe „Harts un Neschome“ rund um Klarinettistin Anja Bachmann sehen sich in ihrer Beschäftigung mit der jüdischen Lebensart und ihrer zumeist streng an Bräuche und Tradition gebundenen Instrumentalmusik bewusst eingebunden in die Wiederbelebung dieser Kultur in Sachsen, wo vor einhundert Jahren noch fast 15.000 Juden lebten.

2. Sinfoniekonzert קמוצ‘ה – Kamocha– Er ist wie du

„We-ahavta le-reacha kamocha”, übersetzt: „und du wirst deinen Nächsten/Nachbarn lieben, er ist wie du“ – dieses Gebot der Tora steht als Motto über dem 2. Sinfoniekonzert der Mittelsächsischen Philharmonie. Mit Werken von der Romantik bis zur Moderne widmet sich das Konzert Komponistinnen und Komponisten mit jüdischen Wurzeln.
Von Felix Mendelssohn Bartholdy, der bereits zu Lebzeiten antisemitisch motivierte Abwertung seiner Musik erfahren musste, erklingt die Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90, die „Italienische“. Die schwungvolle Ouvertüre in C-Dur aus der Feder seiner Schwester Fanny Hensel eröffnet den Konzertabend. Gustav Mahlers Sinfonischer Satz für Orchester „Blumine“ rückt einen weiteren Komponisten ins Blickfeld, der schon früh judenfeindlichen Kampagnen ausgesetzt war.
Solistin des Abends ist Anja Bachmann mit dem Klarinettenkonzert von Aaron Copland.

Ausstellung "Zum Beispiel die Glasbergs"

Im Theater Döbeln ist vom 25. September bis zum 9. Oktober die Ausstellung „Zum Beispiel die Glasbergs …“ zu sehen, die das Schicksal der jüdischen Familien Glasberg und Gutherz in Döbeln nachzeichnet. Die Eröffnung findet am 25. September um 18:00 im Vorfeld der Premiere von "Heute Abend: Lola Blau" statt. Besichtigt werden kann die Ausstellung bei freiem Eintritt während der Kassenöffnungszeiten, jeweils dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 13:30 Uhr und von 14 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 12:30 Uhr.

"Zum Beispiel die Glasbergs ..." entstand innerhalb eines Projektes des Lessing-Gymnasiums und des Stadtmuseums Döbeln und wird nun von der Stadt Döbeln verliehen.

Mehr Informationen

Besucherservice Freiberg

Tel.: 03731 3582-35
Mail: tickets@mittelsaechsisches-theater.de

Theaterkasse im Silbermannhaus
Schlossplatz 6
09599 Freiberg

Besucherservice Döbeln

Tel.: 03431 7152-65
Mail: tickets@mittelsaechsisches-theater.de

Theaterkasse im Theater Döbeln
Theaterstraße 7
04720 Döbeln