Zu Gast: 44. Freiberger Jazztage

Freitag, 13.04., 20.00 Uhr, Mittelsächsisches Theater
Julie Sasoon Quartett (D) - (p, sax, b, dr) (Eintritt:20 €/erm.14 €) Anna-Lena Schnabel Quartett (D) - (sax, p, b, dr)

Sonnabend, 14.04., 20.00 Uhr, Mittelsächsisches Theater
PHILM (D) - (saxes, tp, p, dr) (Eintritt: 20 €/erm.14 €) Marc Perrenoud Trio (CH) - (p, b, dr)

Julie Sassoon Quartett: Julie Sassoon - piano/composition / Lothar Ohlmeier - bass clarinet/soprano saxophone / Rudi Fischerlehner - drums / Antonio Borghini - double bass
Minimalismus trifft auf zärtlichen Eigensinn: Die facettenreichen Kompositionen der britischen Pianistin Julie Sassoon sind von Feinheit und großer Impulskraft geprägt. Mit Höhenflügen aus neugierigen und harmonisch einfließenden Improvisationen werden Sassoons Musiker gleichsam zur Verlängerung ihrer eigenen Fingerspitzen. www.juliesassoon.com

Anna-Lena Schnabel Quartett: Anna-Lena Schnabel (as/fl) / Philip Zoubek (p) / Giorgi Kiknadze (b) / Björn Lücker (dr)
Die mehrfach ausgezeichnete Hamburger Saxophonistin Anna-Lena Schnabel arbeitet mit ihrem Quartett kompositorisch an der Verschmelzung ungewöhnlicher und vertrauter Klänge zu einer eigenen Musik. Diese hält sich an kein musikalisches Idiom und kann sich in jede Richtung entfalten. Die verschiedenen Klänge und Einflüsse verflechten sich schließlich zu Melodien, die sich dem Hörer intuitiv erschließen.

Anna-Lena Schnabel (geb. 1989) studierte Jazz-Saxophon an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg unter anderem bei Fiete Felsch, Wolf Kerschek, Marcio Doctor und Frank Gratowski. Sie ist "Echo"-Jazz Preisträgerin, erhielt bereits den ''Jazzspatz", den ''Praetorius Musikpreis", den "IB.SH JazzAward", das ''Ebel- Stipendium'' sowie ein Stipendium für die New York Collective School und ''Live Music Now''. www.annalenaschnabel.com/projects

Philm: Philipp Gropper - Saxofon und Komponist / Elias Stemeseder - Piano, Keyboard und Klangkünstler / Robert Landfermann - Bass / Oliver Steidle - Schlagzeug
Vom ersten Ton an ist der Sound sehr kompakt, Turbulenzen inbegriffen. Die Musiker heben nicht separat ab, sondern bündeln ihren Treibstoff, um das Sun Ship auf seine Umlaufbahn zu bringen. Die Schubkraft der Musik ist unglaublich. Der Song gibt uns das Gute zurück, das wir irgendwann mal im Jazz der 1960er Jahre erfahren haben, als es noch in jedem einzelnen Ton um alles ging. Philm findet erstaunlich flexible Wege, Improvisation und Komposition elastisch ineinander zu verzahnen. Die Musik ist zugleich intim und introspektiv, aber doch auch offensiv und aufmüpfig. In ein und demselben Augenblick werden Einsichten und Draufsichten gewährt, indem Nähe geschaffen wird und auf Distanz gegangen wird. Philm zelebriert den Augenblick und ist doch auch Epochen übergreifend. Auf zu den Sternen und unendlichen Weiten!

Marc Perrenoud Trio (CH) Marc Perrenoud – (piano) Marco Müller – (double bass) Cyril Regamey – (drums) Marc Perrenoud hat eine unglaubliche Fantasie in seinen Melodien, eine zerstörerische Kraft, eine greifbare lyrische Intensität sowie originelle, wundervolle Kompositionen. Der Pianist überzeugt auch Skeptiker, die die Tradition des Pianotrios längst tot geglaubt hatten. Die melodischen Kaskaden haben eine schöpferische Ausdrucksfülle, die sich zu rhythmisch knackigen Sequenzen entwickeln. Gleichzeitig scheint eine stille Energie das Trio anzutreiben. Wie gut die drei Musiker sich kennen und respektieren, wird dann gerade auch live spür- und erlebbar. Indem sie einander Freiräume lassen und sich gegenseitig herausfordern, entsteht eine fulminante, musikalische Dynamik, die sich immer wieder aufs Neue entzündet und die Zuhörer in den Bann dieser außergewöhnlichen Musik zieht. www.marcperrenoud.com