Cendrillon (Aschenputtel)

Märchenoper von Jules Massenet

Ein gutes Mädchen wird von Stiefmutter und Stiefschwestern schikaniert, am Ende jedoch zur Braut des Prinzen – diese Grundzüge des Märchens sind in vielen Kulturkreisen bekannt.
In der französischen Fassung Cendrillon vonCharles Perrault, die auch der Oper Massenets zugrunde liegt, spielt dabei eine gute Fee eine wichtige Rolle: Als Patin steht sie der Titelheldin bei und ermöglicht es ihr, zum königlichen Ball zu kommen. In der Oper gefällt das Aschenputtel dort zwar dem melancholischen Prinzen, aber es bedarf noch eines Aufeinandertreffens im Feenreich, wo sie endgültig ihre Seelenverwandtschaft entdecken, bei der innere Werte wichtiger sind als äußere Schönheit. Die bekannte »Schuhprobe« überrascht da eigentlich nur noch die Familie.
Massenets Oper lässt die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit verwischen, zeichnet die Spannung zwischen sogenannter realer Welt und Märchenreich mit parodistischen wie auch impressionistisch-poetischen Farben. So bietet der Feenzauber Raum für wunderschöne zarte Musik, während zugleich die zickigen Stiefschwestern und das gewichtige Hofleben zu ihrem musikalischen Recht kommen. Vor 120 Jahren in Paris uraufgeführt, ist dieses mal berührende, mal heitere Werk erstmals überhaupt in Freiberg und Döbeln zu erleben.

Mittelsächsische Philharmonie
Opernchor
Damen des A-cappella-Kammerchors Freiberg
Extraballett

Choreografie: Constanze Uhlig

Massenet ist mit seiner Mischung aus delikater Lyrik und raffinierter Orchestration alles andere als einfach. Mit dieser alle Reize der Partitur mitreißend auskostenden Leistung erweisen sich die Mittelsächsische Philharmonie und das Ensemble als die führenden mitteldeutschen Massenet-Experten.
Happy-Ends gibt es nur im Märchen. Bis dahin gelingt dem Ensemble ein Fest für Auge und Ohren. Der Frauenversteher Massenet hätte sich innig gefreut.
(Döbelner Allgemeine Zeitung 21.10.2019)

So wie Massenet mit leichtem, schier unerschöpflichem instrumentalen Variantenreichtum von Einsamkeit und Fluchtversuchen erzählt, lenkt Judica Semler in ihrer sehr genauen Regie die Figuren über das schlichte Märchen vieldeutig hinaus. Aber – und das ist eine weitere Stärke dieser Produktion – ein kleiner Rest Geheimnis bleibt.
(Freie Presse 21.10.2019)

Passt der Mädchentraum vom Märchenprinzen ins Heute? Mit einer guten Fee, die die Ballgarderobe stellt und das Traumpaar zusammenführt? Oft ist die Inszenierung sehr schlicht, sehr geradlinig und absichtsvoll. Aber es gelingt, die Geschichte als heutige zu erzählen.
Da vom Chor bis zu den großen Solo-Partien alle mit großem Einsatz die vorgegebenen Rollen spielen, entsteht oftmals berührende Glaubhaftigkeit.
(Sächsische Zeitung 21.10.2019)

Und da hat das Mittelsächsische Theater ein wirkliches Traumpaar zur Verfügung. Dimitra Kalaitzi-Tilikidou ist ein wandelbares Aschenbrödel jenseits aller Klischees. Traurig-mutlos, anmutig-sehnend, träumend-bedauernd - sie bietet unheimlich viele Farben und Nuancen für ihre Figur. Johannes Pietzonka als Prinz steht ihr kaum nach.
Deutsche Bühne online 20.10.2019

05.12.2019  19:30 Theater FreibergKarten kaufen / bestellen
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08.12.2019  17:00 Theater DöbelnKarten kaufen / bestellen
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21.12.2019  19:30 Theater FreibergKarten kaufen / bestellen
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25.12.2019  16:00 Theater FreibergKarten kaufen / bestellen
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27.12.2019  19:30 Theater FreibergKarten kaufen / bestellen
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07.01.2020  14:30 Theater FreibergKarten kaufen / bestellen
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02.02.2020  19:00 Theater FreibergKarten kaufen / bestellen
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