Oper von Claudio Monteverdi

Sex and crime im antiken Rom: Claudio Monteverdis letzte Oper, die in seinem Todesjahr 1643 uraufgeführte „L‘incoronazione“, beschließt den Monteverdi-Zyklus unseres Theaters, in dessen Rahmen bisher „Orfeo“ und „Die Heimkehr des Odysseus“ auf großes Interesse stießen. Erstmals griff der Komponist nicht mehr zu einem mythischen Stoff, sondern wählt die von Tacitus überlieferte Geschichte um Kaiser Nero und seine Geliebte Poppea als Sujet. Dies bietet Raum für einen im 17. Jahrhundert nicht mehr übertroffenen Realismus.
 
Als moralische Gegeninstanz zum Kaiser, der seine Frau Ottavia verstößt, um Poppea zu heiraten, baut der Librettist den Philosophen Seneca auf. Der jedoch wird zum Selbstmord gezwungen, so dass ein glückliches Ende im eigentlichen Sinn unmöglich ist. Wenn dennoch zum Schluss Poppea und Nero eines der schönsten und zartesten Liebesduette der gesamten Opernliteratur singen, dann müssen die Opfer, die zuvor getötet oder verstoßen wurden, stets mitgedacht werden.

Premieren: 19.02.2011 19.30 Uhr Freiberg
  26.02.2011 19.30 Uhr Döbeln

Besetzung

Regie Holger Pototzki
Ausstattung Jens Büttner
Musikalische Leitung Jan Michael Horstmann
Choreinstudierung Peter Kubisch
Dramaturgie Christoph Nieder
Regieassistenz Michael Britsch
Inspizienz Franciska Jakabb Kämpf
Soufflage Lilly Baumgartner
   
Prolog  
Fortuna Mriram Sabba
Virtú Zsuzsanna Kakuk
Amore Lilia Milek
   
Oper  
Poppea Miriam Sabba
Nerone Lilia Milek
Ottavia Zsuzsanna Kakuk
Ottone/ Terzo Famigliare Guido Kunze
Seneca Juhapekka Sainio
Drusilla Susanne Engelhardt

Arnalta/ Primo Soldato/

Primo Famigliare

Jens Winkelmann

Nutrice/ Secondo Soldato/

Secondo Famigliare/ Littore

Klaus Kühl
Valetto Rita Zaworka
Lucano Miriam Sabba
   
Chöre im Finale alle Soli
  Mittelsächsische Philharmonie

Foto

(Guido Kunze, Miriam Sabba und Lilia Milek)