Szenische Uraufführung
Tragikomödie in einem Akt von Benjamin Schweitzer

Der 1973 geborene Benjamin Schweitzer zählt schon seit einigen Jahren zu den interessantesten Komponisten seiner Generation in Deutschland: Der 35-Jährige bewegt sich souverän in verschiedenen stilistischen Welten und wagt dabei Verknüpfungen, die noch vor Jahren in der zeitgenössischen Musik undenkbar waren. Nun hat Schweitzer der ersten deutschsprachigen Oper zu ihrem Recht verholfen: „Dafne“ aus der Feder von Martin Opitz (Libretto) und Heinrich Schütz (Musik), die 1627 in Torgau erstmalig zu hören war.

Da vom historisch bedeutsamen Werk aber nur noch der Text erhalten ist, vertonte Schweitzer das frühbarocke und mit vielen Allegorien gespickte Schäferstück komplett neu, behielt aber dennoch den sächsischen Komponisten und die für ihn typische Deklamationsweise im Blickfeld. Am Mittelsächsischen Theater wird die Kurzoper „Dafne“, die bisher nur konzertant erklang, nun auch szenisch uraufgeführt – in einer Realisation, die mehrere Kunstformen miteinander verbindet.

Besetzung

Musikalische Leitung Jan Michael Horstmann
Inszenierung Judica Semler
Ausstattung Tilo Staudte
Chor Peter Kubisch
Dramaturgie Hagen Kunze
Regieassistenz Michael Britsch
Inspizienz Franzisca Jakabb-Kämpf
Soufflage Lilly Baumgartner
   
Dafne Uta Simone a. G.
Cupido Susanne Engelhardt
Venus Miriam Sabba
Apollo Guido Kunze
Ovid Christian Weber
   
eingeteilter Chor des Mittelsächsischen Theaters:
  Diana Chudzinski
  Urte Jung
  Stefanie Metzler
  Sabine Sowade
  Jinsoo Choi
  Eberhard Lehmann
  Helge Kämpf
 

Jaromir Sedlmajer

   
 

Mitglieder der Mittelsächsischen Philharmonie