Oper von Franco Alfano nach Leo Tolstoi

Fürst Dimitri verführt Katjuscha, das Pflegekind seiner Tante. Die Schwangere wird verstoßen, gerät ins Elend, wird unschuldig als Mörderin verurteilt und landet als Zwangsarbeiterin in Sibirien. Als der Fürst schließlich seine Schuld erkennt, folgt er Katjuscha in die Verbannung und bietet ihr die Heirat an. Obwohl sie ihn noch immer liebt, lehnt sie ab und wird die Ehefrau eines politischen Gefangenen.
 
Nach „Krieg und Frieden“ und „Anna Karenina“ war Leo Tolstois letzter Roman „Auferstehung“ (1899) ein Ereignis. Der Italiener Franco Alfano nahm den Roman als Vorlage seiner erfolgreichsten Oper, die 1904 in Turin herauskam. Schauplätze wie eine Bahnhofshalle und ein Straflager entsprachen der Zeitströmung des Verismus; die großen Szenen zwischen Dimitri und Katjuscha bieten Gelegenheit für schwelgerische Melodien, die den heutigen Hörer an Puccini erinnern. Viele Jahrzehnte war der Komponist denn auch vor allem als Vollender von Puccinis „Turandot“ bekannt. Erst in den letzten Jahren tauchte Alfanos „Cyrano de Bergerac“ wieder auf den Spielplänen auf. „Auferstehung“ dagegen war in den letzten Jahrzehnten nur ganz selten und auf keiner deutschen Bühne zu erleben.

Besetzung

Musikalische Leitung Jan Michael Horstmann
Regie Judica Semler
Ausstattung Tilo Staudte
Chöre Peter Kubisch
Dramaturgie Christoph Nieder
Regieassistenz Michael Britsch
Inspizienz Franciska Jakabb-Kämpf
Soufflage Lilly Baumgartner
   
Dimitri Christian S. Malchow
Katjuscha Lilia Milek
Sofia / Korablewa Rita Zaworka
Wirtschafterin / Anna / Die Rote / Vera Susanne Engelhardt
Fenitschka N.N.
Die Magd / Eine Frau / Eine Bucklige Kathrin Moschke
Simonson Guido Kunze
1. Bauer / Kritzloff Hans-Heinrich Ehrler
Mujick / 2. Bauer / Aufseher / Offizier Sergio Raonic Lukovic
Bahnhofsbeamter / Oberaufseher Juhapekka Saino
Fedia, ein Mädchen Virginia Sowade
   
 

Chor des Mittelsächsischen Theaters

  Mittelsächsische Philharmonie

Foto

(Guido Kunze, Lilia Milek)