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Mittelsächsisches Theater Freiberg/Döbeln

Die Geschichte des Freiberger Theaters

Blick aus dem Zuschauerraum zur BühneDas Theater Freiberg ist mit einer Geschichte von über 200 Jahren das älteste Stadttheater der Welt, insofern es  seit seiner Eröffnung architektonisch kaum verändert, dauerhaft bespielt und von der Stadt finanziert wird. In seiner Geschichte wurde das Haus mehrfach durch angrenzende Wohnhäuser erweitert. Inzwischen nimmt es mit dem Zuschauersaal, dem Bühnenhaus, der Studiobühne und den Räumen für Technik und Verwaltung ein ganzes Stadtquartier ein. Die neoklassizistische Festlichkeit und die intimen Raumverhältnisse des Theaters lassen eine besondere Theater-Atmosphäre entstehen, die das Freiberger Haus zu einem der schönsten unter den kleineren deutschen Theatern macht.

                  

Chronologie: 

  • 1789 – Ein Freiberger Handwerksmeister kauft das stattliche Bürgerhaus am Buttermarkt
  • 1790 – Nach Umgestaltung in ein Theater eröffnet Franz Secondas Dresdner Theatergesellschaft die erste Theatersaison in Freiberg
  • Da der Hauseigentümer mit der Theaterverpachtung keinen Gewinn erwirtschaften kann, verkauft er es an die durch Silberbergbau reich gewordene Stadt. Diese weitsichtig kommunalpolitische Entscheidung war in Sachsen zu dieser Zeit einzigartig und in Deutschland sehr selten. Im Ratsprotokoll zum Kauf der Stadt hieß es dazu: "...da einesteils Geld müßig in Kassen lieget, andernteils aber für besser erachtet wird, wenn dieses Haus in den Händen der Obrigkeit sich befindet, wie denn überhaupt durch die Schauspiele der Nahrungsstand der Bürgerschaft gewinne."
  • 1800 – Die erste Oper des damals vierzehnjährigen Carl Maria von Weber, der mit seinem Vater zeitweilig in Freiberg wohnt, wird uraufgeführt. „Das stumme Waldmädchen“ hat jedoch wenig Erfolg.
  • 1876 – Die Stadt überlässt einem Theaterdirektor das Auftrittsmonopol für Freiberg. Seitdem hat das Theater auch ein eigenes Ensemble.
  • 1991 – Die letzte umfassende Erneuerung des Theaters ist beendet, die Innenarchitektur orientiert sich nun an der Raumgestaltung von 1880, wie sie von der gerade neu eröffneten Dresdner Oper beeinflusst worden war.
  • 1993 – Gründung der Mittelsächsischen Theater und Philharmonie gGmbH.

Der Titel Mittelsächsischen Theater und Philharmonie gGmbH ist Programm: Er verweist auf den Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen, in dem und für den das Theater spielt. Vor zweihundert Jahren hieß es noch: „Nehmt die Wäsche von der Leine, die Komödianten kommen!“ Die Sorge um die Wäsche hat sich inzwischen erledigt. Aber die Komödianten kommen immer noch „vor Ort“. Jedenfalls hier, im Landkreis Mittelsachsen. Es gibt Aufführungen, Sinfonie- und Kammerkonzerte, Lesungen, Matineen nicht nur in den beiden angestammten Theaterstädten Döbeln und Freiberg, sondern auch „Außer Haus“. Das Programm ist weit gespannt: Da spielen die Philharmoniker im Mittelsächsischen Kultursommer das jeweilige Eröffnungskonzert, spielen im Rochlitzer Porphyrbruch oder  im reizvollen Kloster Buch zu „Philharmonic Rock“. Ebenso spielen sie Sinfoniekonzerte im Frankenberger Kulturforum, und sie bringen in Kammer- oder Schulkonzerten ihre Kunst ins Gespräch. Schauspieler spielen im „Theater im Klassenzimmer“ brisante Themen aus der schulischen Lebenswirklichkeit durch.

Seit dem Sommer 2007 finden auch auf der Seebühne an der landschaftlich reizvollen Kriebsteintalsperre Aufführungen statt, die Theatertouristen weit über die Region hinaus anziehen.  

Rundgang im Theater Freiberg

  

Technische Einrichtungen der Bühne Freiberg

Großer Saal
315 Plätze
 
Technische Einrichtungen:
Bühnenbreite 10 m, Tiefe mit Vorbühne 12 m, Portalbreite 7 m, Portalhöhe 4,50 m, Portalbrücke
19 Handzüge, 1 Maschinenzug
Beleuchtung: Lichtstellpult ADB Mentor XT, 512 Kreise, 135 regelbare Kreise 2,5/3/5 kW
 
Saal / Vouten:
650 kW/ 1 kW, 2 kW PV, Fresnel u. Zoom-Pfofilscheinwerfer, 2 x 2 Halogenverfolger
Portalbrücke / Galerien: 1 kW / 2 kW PC, Fresnel 1 kW NC u. 750 W ETC-Zoom-Profilscheinwerfer
Rücklicht: 24 PAR64, Horizontbeleuchtung: 1 kW Asymm. Fluter, Portaloberlicht: RGB. DMX 512-Anschlüsse im gesamten Bühnenbereich
 
Ton: Mixer Soundcraft Spirit 8 
Zuspieltechnik: MD, DVD, CD
Verstärker:   2x 800 Watt, 4x 400 Watt, 6x 200 Watt
 
Orchesterraum: Breite 7 m, Tiefe 6 m, für 44 Musiker
 
Probebühne BiB:
Lichtstellpult Strand 520i, 24 regelbare Kreise 2 kW/200 W NV, 650 W Profil, 1 kW PC Scheinwerfer
Tonanlage Behringer UB 442 FX, Zuspieltechnik: MD, CD, DVD 

 


Theater Programm

Freiberg: 19:00 Uhr
Die Zauberflöte LETZTE VORSTELLUNG
Singspiel von Wolfgang Amadeus Mozart







 




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