Die Schauspieler des Mittelsächsischen Theaters haben das breiteste Aufgabenspektrum: vom Weihnachtsmärchen bis zur Uraufführung, vom Einpersonenstück bis zum groß besetzten Klassiker. Komödien und Tragödien, lehrplanbezogene Aufführungen für Schulen und nächtliche Lesungen sind im Repertoire.
Das Schauspielensemble steht pro Spielzeit in etwa 15 Neuproduktionen und 10 Wiederaufnahmen auf den Theaterbühnen. Aber nicht nur dort, sie verwandeln beispielsweise ein Klassenzimmer augenblicklich in einen Theaterschauplatz. Dafür inszenierte Ein- bis Zweipersonenstücke in Verbindung mit Schülergesprächen haben eine große Wirksamkeit und sind sehr beliebt.
Das Ensemble überzeugt durch seine engagierte Leistung bei der Uraufführung neuer Texte, wo es den Vergleich mit größeren Bühnen nicht zu scheuen braucht. Überregional hervorgehoben wurden beispielsweise die Adaption von Ingo Schulzes Romanen „Neue Leben“ und „Adam und Evelyn“. Regelmäßig übernehmen Schauspieler des Ensembles die Regie von Stücken und legen Inszenierungen vor, die eine ungewöhnliche Perspektive auf Stoffe geben und bei den Zuschauern begeistert aufgenommen werden.
Während im 19. Jahrhundert häufig das Musiktheater dem Schauspiel zumindest in der Publikumsgunst den Rang ablief, gab es Anfang des 20. Jahrhunderts ein reines Schauspielensemble. Musiktheaterproduktionen wurden als Gastspiel verpflichtet. Berühmte Darsteller wie Adalbert Matkowsky und Leopold Jessner traten als Gäste auf. 1945 bis 1948 gehörte Inge Keller zum Schauspielensemble des Freiberger Theaters, bevor sie in Berlin große Karriere machte.