Leitung / Verwaltung

OFFEN FÜR DIE WELT

"Wenn alle Meere verdorben sind, wenn alle Wege nach Nirgendwo führen,
wenn alle Grenzen gesperrt sind, wenn alle Herzen verkauft sind,
... dann bleibt eine große Geste ostwärts oder von Osten nach Westen.
ICH BRAUCHE DICH, MEIN MÄRCHENERZÄHLER."
Rumjana Zacharieva

Liebe Freunde unserer Theater, liebes Publikum!

Mein Dank geht an unsere Gesellschafter, an alle Kreis- und Stadträte, ebenso an alle regionalen Mitglieder des Landtages und an alle Mitstreiter, die sich der Sicherung unserer Theaterhäuser angenommen haben. Auch innerhalb des Theaters haben wir verantwortlich neue Wege gefunden, und so z.B. den Ablauf der Spielzeit verändert – ab jetzt werden wir ganzjährig für unsere Zuschauer da sein, ohne Spielzeitpause im Sommer: Die Vorstellungsangebote in Kriebstein, auf Sachsens einziger Seebühne, haben wir erweitert. Kinder-und Familienvorstellungen, Musical- und Operettenabende wechseln sich ab. Besonders unsere Mitarbeiter leisten einen hohen Eigenbeitrag zur Substanzsicherung des Theaters mit ihrem Verzicht auf ihnen zustehende, tarifliche Entlohnung. Dafür meinen Dank!
Den Zugang zu den großen Kunstwerken der Theater- und Musikliteratur werden wir auch 2016/2017 suchen, weil hier die Sinn-Fragen unseres Mensch-Seins verhandelt werden. Wer sind wir? Wir sind das Mittelsächsische Theater, wir sind es durch unsere Künstler, Regisseure, Schauspieler, Sänger und unsere Musiker, unsere Techniker, wir sind es durch alle Mitarbeiter, die am gemeinsamen Projekt „Theater“ mitwirken, die sich aus den unterschiedlichsten Kulturen, Nationen und Religionen für unsere gemeinsame Theaterarbeit in Mittelsachsen, in Freiberg und Döbeln zusammengefunden haben. Menschen, die mit uns spielen und singen, auch wenn sie anderen Glaubens, anderen Fühlens und Denkens sind. Wir suchen gemeinsam neue Antworten auf neue Fragen, wenn wir Theaterstoffe unter dem Blickwinkel von Liebe und Freiheit lesen. Die Theaterarbeit selbst steht für eine Kultur des Miteinanders und es ist wichtig, Institutionen zu haben, in denen Konflikte auf zivilisatorische Art und Weise bearbeitet werden. Wenn also Shakespeare, Brecht, die Antike, Richard Strauss, Lortzing und Bellini in unserem Spielplan zu finden sind, erleben wir Themen der Welt durch die Sicht internationaler Dichter und Komponisten, hier gibt es keinen Platz für menschenverachtende Ideologien. Wir repräsentieren also ein für eine globale Welt offenes Theater. Wir laden Sie herzlich ein, und: Was WIR sind, sind wir immer auch durch die Anderen. Wir – in diesem Falle durch Sie, durch unser Publikum.

Ihr

Ralf-Peter Schulze, Intendant

Sehr geehrte Damen und Herren Theaterfreunde,

nach einem Jahr als Geschäftsführer stelle ich zufrieden fest, dass ich stolz bin, Teil der Mittelsächsischen Theater und Philharmonie gGmbH geworden zu sein, gemeinsam im Team mit unseren Künstlern, Technikern und Verwaltungsmitarbeitern. Der Publikumszuspruch in der zu Ende gehenden Spielzeit war riesengroß. Reihenweise erhielten wir als eMail und in zahllosen persönlichen Gesprächen viel Resonanz von unseren Besuchern für die hohe Qualität unserer Aufführungen.
Diesen tollen Zuspruch wollen wir uns auch zukünftig erarbeiten und uns weiterhin großen wirtschaftlichen Herausforderungen stellen. Dazu gehört insbesondere die Erweiterung der reich an Bühnenbild, Kostümen und Künstlern ausgestatteten Open-Air-Projekte in Kriebstein, der einzigen Seebühne in Sachsen, ab der Spielzeit 2016/2017 erstmals den ganzen Sommer hindurch.
Äußerst zufrieden bin ich auch über den Rückhalt unserer Gesellschafter – die Universitätsstadt Freiberg, der Landkreis Mittelsachsen und die Stadt Döbeln –, das Mittelsächsische Theater mit seiner bemerkenswerten bis in das 18. Jahrhundert reichenden Geschichte zukünftig finanziell zusätzlich unterstützen zu wollen. Keine Selbstverständlichkeit, wie gelegentliche Blicke in Feuilletons deutscher Zeitungen beweisen, in denen von vielen Städten berichtet wird, die einen ganz anderen Umgang mit Theaterkultur praktizieren.
Was ein Einblick dort allgemein aber ebenfalls offenlegt: Viele Theater in Deutschland stehen unter hohem wirtschaftlichen Druck, ihre Kostensteigerungen im Personal- und im Sachbereich unter Kontrolle zu halten – leider trifft dies ebenfalls auf die Theater in Sachsen zu. Und auch das Mittelsächsische Theater ist davon betroffen.
Deshalb müssen wir fortgesetzt daran arbeiten, mit immer wieder neuen Maßnahmen Kosten zu senken und Einnahmen zu steigern. Dazu gehört, dass wir nach vielen Jahren ab 2016/2017 auch einmal unsere Eintrittspreise erhöhen müssen. Bei unserem Angebot für alle unsere Anrechte nehmen wir allerdings lediglich eine sehr geringe Erhöhung vor. Vielleicht ein Grund mehr für Sie – falls Sie es nicht schon bereits sind – ein Abonnent des Mittelsächsischen Theaters zu werden. Ich würde mich sehr darüber freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Hans Peter Ickrath
Geschäftsführer